Suche nach Medikamenten, Symptomen, PZNs

Arzneimitteltherapiesicherheit

Arzneimitteltherapiesicherheit der Märkische Apotheke in Schwelm

Apotheke heute
Vom Schubladenzieher zum Arzneimittel - Manager
Arzneimitteltherapiesicherheit – AMTS

Sichere Anwendung von Arzneimitteln, Begleitung von Therapien und Vermeidung von Wechselwirkungen stehen im Vordergrund von AMTS. Das Projekt, unterstützt von der Landesgesundheitskonferenz, den Universitäten Münster, Düsseldorf und Bonn und den Apothekerkammern, sehen die Apotheken als eine zentrale Schnittstelle im Medikationsprozess. Hier sollen möglichst alle verordneten Arzneimittel und die Selbstmedikation erfasst werden. Außerdem gelte es für alle Gesundheitsberufe, die Kommunikation untereinander und vor allem mit den Patienten zu verbessern. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, sollen flächendeckend AMTS-Manager ausgebildet werden, die dann auch ihr Wissen im Rahmen von besonders ausgewiesenen Ausbildungsapotheken, weitergeben. Die vom Gesetzgeber für Apotheken verpflichtenden Aufgaben sind u.a.:

· Die Information und Beratung über Arzneimittel, die Überprüfung von Arzneimitteln sowie die Beobachtung, Sammlung und Auswertung von Arzneimittelrisiken in Krankenhäusern... oder in Heimen.

· Das „Medikationsmanagement“, mit dem die gesamte Medikation eines Patienten, einschließlich der Selbstmedikation, wiederholt analysiert wird mit den Zielen, die Arzneimittelsicherheit und die Therapietreue zu verbessern, indem arzneimittelbezogene Probleme erkannt und gelöst werden.

Aktuelle Studien zeigen, dass nur etwas mehr als 50 Prozent der verordneten Medikamente sachgemäß und regelmäßig eingenommen werden. Patienten mit hoher Therapietreue werden schneller gesund bzw. seltener ins Krankenhaus überwiesen. Mehr als 40% der Arzneimittel werden in der Selbstmedikation abgegeben. Die behandelnden Ärzte wissen von diesen Medikamenten, die ihre Patienten einnehmen, oft nichts. Viele Patienten suchen mehrere Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen auf und bekommen von jedem Arzt Medikamente verordnet. Nicht immer ist eine schnelle Abstimmung hier möglich. Nur ein Beispiel, das die Wichtigkeit einer „Stammapotheke“ zeigt: es gibt Medikamente, die einen trockenen Husten auslösen können. Der Patient weiß das nicht, holt sich aber in seiner Stammapotheke regelmäßig Hustenmedizin. Hier wird ein aufmerksamer Apotheker sofort hellhörig, kann den Patienten informieren und zur weiteren Abklärung und eventuellen Umstellung seiner Therapie zum Arzt schicken. Der Apotheker, als Arzneimittelfachmann, kann – auch unterstützt durch Computerprogramme –  mögliche Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten oft schon erkennen, bevor der Patient das Arzneimittel einnimmt. Ziel ist, durch ein Gespräch mit dem Arzt das Problem zu lösen.
AMTS Arzneimitteltherapiesicherheit – betrifft alle Arzneimittelanwender, aber besonders ältere Patienten, die oft bis zu 15 verschiedene Medikamente einnehmen.
Apothekerin Regina Schmidt ist ausgebildete AMTS Managerin.

Die Märkische Apotheke ist seit dem 9. Juni 2013
AMTS qualifizierte Apotheke