Cholesterinmessung


Cholesterinmessung der Märkische-Apotheke in Schwelm

Ein erhöhter Cholesterinwert schädigt die Blutgefäße, sie "verkalken". Diese Erkrankung wird als Arteriosklerose bezeichnet. Durch Verkalkung der Gefäße kommt es zur Einengung der Blutbahnen und dadurch zur Mangeldurchblutung insbesondere am Herzen und im Gehirn. Wichtige Organe können nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen versorgt werden und die Gefäße können sich völlig verschließen. Herzinfarkt und Schlaganfall sind die Folge.
Die Ursache für einen erhöhten Cholesterinspiegel kann in einer erblich bedingten Störung des Fettstoffwechsels liegen. Zum anderen können bestimmte Krankheiten den Cholesterinspiegel ansteigen lassen, z.B. Erkrankungen der Schilddrüse (Unterfunktion), der Niere oder der Leber (u.a. Gallenabflussstörungen). In den allermeisten Fällen ist aber der Hauptübeltäter eine falsche Ernährung: Zuviel Fett und Cholesterin in der Nahrung lassen den Cholesterinspiegel ansteigen.

Warum sollte man nicht nur das Gesamtcholesterin, sondern alle Fettwerte im Blut bestimmen lassen?

Der Gesamtcholesterinwert allein, sagt nichts über das individuelle Arterioskleroserisiko aus. Er stellt einen groben Richtwert dar. So gilt ein Cholesterinspiegel von über 200 mg/ dl u.U. schon als gesundheitsschädigend. Cholesterin kommt im Körper noch in anderen Formen vor. Das durch die Nahrung aufgenommene fettlösliche Cholesterin wird, damit es im Körper transportiert werden kann, in eine wasserlösliche Form gebracht. Dies geschieht mit Hilfe von sogenannten Lipoproteinen, die das Cholesterin in eine Eiweißhülle verpacken. Die Lipoproteine werden nach ihrer Dichte eingeteilt. Von besonderer Bedeutung sind die Lipoproteine niedriger Dichte, kurz LDL, und die Lipoproteine hoher Dichte, kurz HDL genannt.

Schädliches LDL: Ein Zuviel an Cholesterin bedeutet meist ein zuviel an gefährlichem LDL-Cholesterin. LDL enthalten den größten Teil des Cholesterins im Blut. Sie transportieren Cholesterin zu den verschiedenen Organen unseres Körpers, wo sie durch bestimmte Türen (Rezeptoren) in die Zellen geschleust werden. Schwimmen zu viele LDL im Blutstrom oder sind nicht genügend Türen vorhanden, wird das überschüssige Cholesterin einfach in den Gefäßen abgelagert. Mit der Zeit werden dadurch die Blutgefäße so verengt, dass die Blutversorgung gefährdet wird. An den Einengungen können sich durch den verlangsamten Blutfluss leicht Blutgerinnsel bilden, die das Gefäß völlig verstopfen, es kommt zum Infarkt. Es ist auch deshalb wichtig, alle Blutfettwerte bestimmen zu lassen, da es sein kann, dass selbst bei niedrigem Gesamtcholesterin der LDL-Anteil krankmachend erhöht ist.

Gutes HDL: HDL sind dagegen nützliche Cholesterinpackungen. Sie können bereits in der Gefäßwand abgelagertes Cholesterin aufnehmen und zur Leber zurücktransportieren, wo es zu Gallensäuren umgebaut und ausgeschieden wird. HDL wirkt somit der Arteriosklerose entgegen. Der HDL-Spiegel sollte möglichst hoch sein.

Triglyceride: Die Triglyceride sind neben dem Cholesterin ein weiterer Fettstoff im Blut, der zur Schädigung der Blutgefäße führen kann. Triglyceride sind der Hauptbestandteil der Fette, die wir mit der Nahrung aufnehmen. Auch die Leber bildet Triglyceride und gibt sie ins Blut ab. Das Fettgewebe unseres Körpers besteht zum größten Teil aus Triglyceriden. Bei ungünstiger Ernährung, besonders bei Alkoholkonsum, bei hoher Zufuhr von Zucker oder bei erblicher Veranlagerung steigt ihre Konzentration im Blut. Manche Menschen reagieren nach dem Essen mit einem deutlichen Anstieg der Triglyceride. Diese Menschen sind besonders in Bezug auf Herzinfarkte gefährdet. Deshalb sollte der Triglyceridwert sowohl nüchtern als auch ca. 1 Stunde nach dem Essen bestimmt werden.

Wer sollte regelmäßig die Fettwerte messen lassen?

Viele Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems treten bereits in den mittleren Lebensjahren auf. Deshalb empfehlen Ärzte den Cholesterinwert bereits beim Kind ab dem 10. Lebensjahr bestimmen zu lassen, ganz besonders dann, wenn in der Verwandtschaft vor dem 65. Lebensjahr Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgetreten sind. Jeder sollte sein persönliches Risiko kennen und deshalb regelmäßig jährlich die Fettwerte messen lassen! Kommen jedoch weitere Risikofaktoren dazu, empfiehlt sich die Kontrolle in kürzeren Abständen.

Weitere Risikofaktoren für die Entstehung von Arteriosklerose sind:

· Einnahme der Pille
· Diabetes
· Bluthochdruck
· Rauchen
· Herzinfarkte oder Schlaganfälle in der Familie vor dem 65. Lebensjahr
· Übergewicht
· Durchblutungsstörungen am Herzen
· Versteckter Mangel an Vitaminen, besonders Vit. C, E und B (B2, B6, B12 und Folsäure)

Durch die Messung kann auch der Erfolg einer fettarmen Ernährung nachgewiesen werden. Bereits nach 3-4 Wochen sind bei entsprechender Ernährung deutliche Veränderungen nachweisbar.

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